Juni 2016: Ergebnis Brutjahr 2016

 

Im Juni haben wir im Rahmen des Rotmilanprojektes "Land zum Leben" in unserem Kontrollgebiet einen Teil der Rotmilane beringt. Unter den Nestern sind mitunter interessante Reste, wie beispielsweise Knochenreste von Schlangen, zu finden, die uns Aufschluss über das Nahrungsspektrum "unserer" Milane geben können.

Leider war es auch in diesem Jahr ein schlechtes Rotmilanjahr: von 17 angefangenen Bruten konnten nur 3 Bruten mit jeweils 2 Jungvögeln erfolgreich abgeschlossen werden. Hauptursache ist hier vermutlich die Prädation durch Greifvögel (Habicht?). Wir hatten in der Brutzeit an einem Standort direkt an der Autobahn leider auch den Tod eines Altvogels zu beklagen, der von einem Auto erfasst wurde. 


Juni 2016: Besuch bei den Greiffenberger Wasserbüffeln

 

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landschaftspflegevereins Randow-Welse-Sernitz besuchten wir am 28.Juni die Wasserbüffelherde von unserem Vereinsvorsitzenden Jens Kath (LPV Uckermark-Schorfheide). Die Wasserbüffel beweiden dauerhaft Teile der wiedervernässten Sernitzniederung bei Greiffenberg. Obwohl diese wunderschönen Tiere sehr sanftmütig und gemütlich erscheinen, sollte man sich trotzdem nur behutsam und mit einer gehörigen Portion Abstand nähern.


April 2016: Rotmilan-Brutzeit hat begonnen

 

Nun ist es geschafft! In diesem Frühjahr konnte der Landschaftspflegeverband für das bundesweite Projekt "Rotmilan - Land zum Leben", dass im November 2014 in 8 Bundesländern und in 10 Teilgebieten für 5 Jahre an den Start ging, in unserem Teilgebiet Uckermark einen Teil der Nestbäume mit Baum-Manschetten versehen, um die Jungvögel während der Brut besser zu schützen. Grund ist hier ein nordamerikanischer Einwanderer: der Waschbär. Er ist ein geschickter Kletterer, der gerne in den Nestern des Rotmilans räubert. Durch eine Baum-Manschette kann der Waschbär weder das Gelege, noch die Jungvögel erbeuten, da er gehindert wird, am Stamm hochzuklettern. Außerdem kann der Waschbär das Brutgeschehen nicht stören, indem er das Nest als Schlafplatz nutzt. 

Wir hoffen, dass diese Maßnahme zu einer erfolgreichen Brutbilanz in diesem Jahr beiträgt.

 

Unseren Rotmilanen im Kontrollgebiet ging es im vergangenen Jahr leider nicht so gut. Hatten wir 2014 noch 8 erfolgreiche Bruten mit insgesamt 15 Jungvögeln, waren es 2015 leider nur 5 Bruten mit 9 Jungvögeln. Für uns ist dies noch etwas rätselhaft, da wir durch den milden Winter ein sehr gutes Mäusejahr hatten, also eigentlich reichlich Nahrung vorhanden war. Möglicherweise war es durch den verstärkten Grünlandumbruch im letzten Jahr und den sich ausweitenden Maisanbau schwieriger für den Rotmilan, die Mäuse auch zu finden. Wir sind gespannt, wie sich unsere Rotmilane in diesem Jahr entwickeln werden.

Wer sich darüber hinaus über das Projekt informieren möchte, z. B. über die Lebensweise des Rotmilans oder aber auch über aktuelle Ereignisse aus den anderen Teilgebieten, der kann dazu auch unsere Projektseite im Internet unter: http://rotmilan.org/ besuchen.



Fertig angebrachte Baummanschette
zum Schutz des Nestbaums

März 2016: Nistbaumschutz für Rotmilane

 

Mittlerweile kehren mehr und mehr Rotmilane aus ihrem Winterquartier zurück. In nur wenigen Wochen beginnt die Brutzeit, doch ist der Nachwuchs dieser weltweit seltenen Vögel immer stärker durch Fressfeinde wie den Waschbären gefährdet. Der Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide wird als Projektpartner im Rotmilanprojekt "Land zum Leben" deshalb an Nistbäumen sogenannte Baummanschetten anbringen, die ein Erklettern durch Waschbären verhindern. Nach Ende der Brutzeit werden die Manschetten wieder abgenommen.

 

Falls Sie im Gelände auf einen damit geschützten Baum stoßen, lassen Sie bitte die Manschette und das abgebildete Informationsschild unversehrt. Wir und unser heimlicher Wappenvogel danken es Ihnen!

 

 

 

 


März 2016: Mitgliederversammlung

 

Am 19. März fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Landschaftspflegeverbands Uckermark-Schorfheide statt. Dabei stellte Mathias Gutt, einer der beiden Biberbeauftragten des Landes Brandenburg, die seit September 2015 für das landesweite Management zuständig sind, seine Arbeit und das 7-Punkte-Programm vor. Das Programm sieht neben dem Erlass einer Biberverordnung (BbgBiberV) zur Ausnahmeregelung im Umgang mit der geschützten Art auch Regelungen zur Erstattung des Mehraufwandes für Gewässerunterhaltungsverbände und zur Förderung von Präventionsmaßnahmen vor. Als Mitarbeiter des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft der Abteilung Wasser- und Bodenschutz ist Mathias Gutt Ansprechpartner und Mittler für Betroffene, Unterhaltungspflichtige und Behörden für den gesamten Ostteil Brandenburgs. Außerdem ist er für die Vernetzung der ehrenamtlichen Biberbetreuer zuständig.


Februar 2016: Kopfweidenpflege in Brodowin und Blütenberg

 

Insgesamt 47 Kopfweiden in der Agrarlandschaft bei Brodowin und Blütenberg konnten wir in diesem Winterhalbjahr einen Pflegeschnitt verpassen. Dabei übernahm der "Ökodorfverein Brodowin e.V." die Pflege von 35 Gehölzen.

Trotzdem ist dies nur eine kleine Zahl der einst so verbreiteten und regelmäßig geschnittenen Kopfweiden. Deshalb werden wir uns auch weiterhin für die Erhaltung der Charakterbäume unserer schönen Uckermark einsetzen.

 


 Dezember 2015:  Trockenwald im Naturschutzgebiet erweitert

 

Im NSG "Trockenrasen Jamikow"  hat der Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide eine Teilfläche eines ehemaligen Ackerstandortes aufgeforstet, um hier die Entwicklung eines standortgerechten Trockenwaldes zu fördern. Auf einer Fläche von 7.000m², die im Besitz der NABU-Stiftung liegt, sollen nun vor allem Traubeneichen, Winterlinden und Hainbuchen in Ergänzung zu den halboffenen Trockenrasen und dem bereits bestehenden Eichen-Trockenwald wachsen.