Die Allianz hilft

 

Seit September 2017 werden wir durch Spenden von der Allianz AG beim aktiven Rotmilan-Schutz unterstützt. Hintergrund ist die freiwillige Umstellung der Kunden auf eine papierlose Kommunikation. Dafür spendet die Allianz jedem Kunden 5 Euro für ein Artenschutzprojekt. Insgesamt sind es bundesweit 18 Projekte, die um die Gunst der 20 Millionen Kunden werben und unser Rotmilan-Projekt ist nun eines davon. Somit können wir jetzt auch ganz praktisch den Rotmilan schützen und mit den Spenden Maßnahmen zur Verbeserung des Nahrungsangebotes und der -verfügbarkeit umsetzen.

 

Was haben wir bisher gemacht?

 

Am 28. April haben wir auf den Flächen der Hemme Milch mehrjährige Blühstreifen um Sölle und einen einjährigen Blühstreifen entlang eines Radeweges mit regionalen Saatgut der Firma "Wildsamen-Insel" aus Temmen eingesät.

 

 November 2017 - April 2018

 

Wir haben in den letzten Monaten Flächen für Maßnahmen gesucht und die regionale Saatgutmischung für die Anlage der Blühstreifen in Schmargendorf gemeinsam mit der Saatgutfirma „Wildsamen-Insel“ entsprechend dem Standort zusammengestellt. Hier werden wir auf einer ehemaligen Maisfläche 0,95 ha mit einem einjährigen und 0,80 ha mit einem ein mehrjährigen dauerhaften Blühstreifen mit einheimischen Blühpflanzen bestellen. Leider waren die Flächen aufgrund der vielen Winterniederschläge im April noch sehr nass, sodass wir erst am 28. April die Blühstreifen anlegen können. Auf diesen Flächen werden unter anderem in Brandenburg stark gefährdete Ackerarten wie die Acker-Lichtnelke, den Acker-Steinsame oder der echte Frauenspiegel ein neues zu Hause finden (die genaue Artenliste kann man sich herunterladen). Damit fördern wir nicht nur den Rotmilan sondern auch bedrohte Ackerwildkräuter. Zum Hoffest des landwirtschaftlichen Betriebes soll das Projekt und warum dieses so wichtig für den Rotmilan ist, den Kunden vorgestellt werden.

 

Auf unserem zweiten Standort in Jamikow haben wir in direkter Nachbarschaft eines Rotmilan-Nestes, dass aktuell auch wiederbesetzt ist, im April 4,6 ha Luzerne eingesät, die dann im Zeitraum der Brutzeit das erste Mal geschnitten werden soll, sodass der Rotmilan an seine Mäuse kommt, die sich hoffentlich auf unseren Flächen zahlreich einfinden werden. Gleich nebenan haben wir 1,9 ha Ackerbrache angelegt, die sich selbst begrünen soll. Hier brauchten wir also nichts einsäen. Da der Standort sehr sandig und damit schwachwüchsig ist, werden sich hier lichte Bestände von Ackerwildkräutern entwickeln, die es dem Rotmilan ebenfalls ermöglichen, seine Beute gut zu finden. Auch diese Maßnahme ist somit - ähnlich wie in Schmargendorf- gleichzeitig ein Beitrag zum Schutz von Ackerwildkräutern und zum Schutz bodenbrütender Vögel, wie der Feldlerche.

 

Auch auf unserem dritten Standort in Schönow, haben wir 4,0 ha Ackerbrache angelegt, die sich ebenfalls ohne Einsaat selbst entwickeln soll. Somit haben wir insgesamt bereits 12,2 ha an Maßnahme für den Rotmilan bereitgestellt. Je nach Spendeneingang wollen noch viele weitere Maßnahmen im Herbst mit anderen Landwirten und auf anderen Standorten anlegen, um dem Rotmilan einen reich gedeckten Tisch im Landkreis bieten zu können. Der Schwerpunkt wird dabei dann eher auf die Anlage von Luzerneflächen liegen. Dazu ist es wichtig in der nächsten Zeit zusätzliche Gespräche mit Landwirten zu führen, mit ihnen gemeinsam geeignete Flächen anzuschauen und eine Vielzahl an potentiellen Maßnahmenflächen einzusammeln. Natürlich sind wir schon ganz gespannt darauf, wie sich unsere Flächen nach dem Aufkeimen der Saat entwickeln und vor allem wie sie vom Rotmilan angenommen werden. Dazu werden wir z.B. bei der Mahd der Luzerne dabei sein und überprüfen, wie der Rotmilan diese Flächen nutzt und ob auch andere Arten, wie z.B die Wiesenweihe, die ebenfalls vor einigen Jahren in Jamikow noch vorkam, diese Flächen zur Nahrungsaufnahme aufsuchen. Interessenten können sich bei uns melden, um hier eventuell dabei zu sein, den Rotmilan direkt vor Ort in seinem Lebensraum erleben zu können und um auch eine Einführung in die Problematik des Rotmilanschutzes zu bekommen.

Zum Nachlesen und selbst Aussäen: